Peritonealdialyse Info
Peritonealdialyse - Patienteninformation zum Verfahren.

Die Peritonealdialyse ist das zweite eingesetzte Dialyseverfahren. Sie wird auch "Bauchfelldialyse" genannt, weil hier das Bauchfell (Peritoneum) als natürliches Filterorgan genutzt wird, um den Körper von Giftstoffen zu befreien.

Hierzu wird – meist operativ – ein Katheter in den Bauchraum eingebracht. Der Bauchraum wird mit Dialyseflüssigkeit gefüllt. Die Gifte diffundieren in die Flüssigkeit hinein, die dann nach 4 Stunden wieder ausgetauscht wird. In der Regel erfolgt der Austausch 4 x /Tag mit einem langen Intervall in der Nacht (CAPD).

Bei geeigneten Patienten kann der Austausch auch maschinell in der Nacht erfolgen. Die Peritonealdialyse ist eine ideales Verfahren zum Beginn, wenn die Dialysebehandlung notwendig wird. Insbesondere bleibt da die eigene enorm wichtige Nierenfunktion lange erhalten.

Eine großer Vorteil des Verfahrens ist die bessere Lebensqualität, da die Behandlung in eigener Regie durchgeführt wird und überall möglich ist (bessere Mobilität). Nur in Einzelfällen wird die Behandlung maschinell im Zentrum durchgeführt.

Die Ergebnisse der Peritonealdialyse im Vergleich zur Hämodialyse sind in einem Zeitraum von 5 Jahren gut untersucht und im Hinblick auf die Lebenserwartung gleich.